An Erkenntnissen mangelt es nicht - aber in mancherlei Hinsicht an der Umsetzung! So das Fazit unseres diesjährigen Seniorentages.
Einen fundierten und zugleich nachdenklich stimmenden Impuls lieferte Dr. Philip Deschermeier vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Sein Vortrag machte deutlich, wie komplex die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt inzwischen geworden sind – eine Einschätzung, die sich auch in der anschließenden Podiumsdiskussion bestätigte.
Wie Dr. Deschermeier aufzeigte, liegen die Ursachen der Wohnungsnot in Deutschland seit Jahren auf dem Tisch. Seit der Jahrtausendwende wurden die Probleme umfassend analysiert und zahlreiche pragmatische Lösungsansätze entwickelt. Es mangelt also nicht an Erkenntnissen, sondern vor allem an der konsequenten Umsetzung. Hohe Investitions- und Baukosten, die durch das aktuelle Zinsumfeld weiter ansteigen werden, stellen dabei ebenso ein Hindernis dar wie langwierige Genehmigungsprozesse und eine Vielzahl regulatorischer Vorgaben.
Der Vertreter der Jungen Liberalen, Daniel Böhler, schilderte aus seiner kommunalpolitischen Praxis ein weiteres Problem: Vielfach werde die Ausweisung neuer Wohnflächen durch lokale Besitzstandswahrer blockiert, die Veränderungen im unmittelbaren Umfeld ablehnen. Gleichzeitig betonte er, dass gerade junge Menschen wieder eine realistische Perspektive benötigen, um Wohneigentum erwerben und Vermögen aufbauen zu können.
Unser Vorstandsmitglied Norbert Zeitz veranschaulichte exemplarisch als Vertreter des Arbeitskreises "Wohnen im Alter" des Düsseldorfer Seniorenrates, wie drastisch sich der Mangel an altersgerechtem Wohnraum de facto darstellt; er wies dabei auf die Anpassungshindernisse wie die hohen Erwerbsnebenkosten - insbesondere die Grunderwerbsteuer - hin, die den Austausch geeigneter Immobilien zwischen den Generationen erschweren.
Diskutiert wurden zudem Möglichkeiten zur Umnutzung von Gewerbeimmobilien, Büroflächen oder Hotels für Wohnzwecke. Ein weiterer wichtiger Ansatz war die Überprüfung bestehender Sanierungsstandards. Unter dem Stichwort „Oldtimer-Standards“ wurde die Forderung erhoben, dass bei der Sanierung älterer Gebäude nicht automatisch dieselben Anforderungen gelten sollten wie bei Neubauten der Jahre 2026 oder 2030. Sicherheitsaspekte dürfen dabei selbstverständlich nicht vernachlässigt werden, doch müssen Vorschriften verhältnismäßig bleiben.
Angela Freimuth, baupolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, wies darauf hin, dass nicht allein gesetzliche Regelungen die Bautätigkeit erschweren. Zwar existieren in Deutschland rund 5.000 baurechtliche Vorschriften, während Österreich mit deutlich weniger Regelungen auskommt. Noch stärker wirkten jedoch die zahlreichen DIN-Normen, die Bauvorhaben komplizierter, langwieriger und kostspieliger machen.
Auch das Thema der seriellen Sanierung wurde von Rainer Matheisen von der NRW-Bank als vielversprechender Ansatz angesprochen. Die damit verbundenen Effizienzvorteile würden jedoch häufig durch unterschiedliche regionale und kommunale Vorgaben wieder zunichte gemacht.
Als roter Faden zog sich durch die Diskussion die Erkenntnis, dass rechtliche Instrumente vielfach nicht mehr ausschließlich dem Schutz berechtigter Interessen dienen, sondern zunehmend als Mittel eingesetzt werden, um Neubauvorhaben zu verhindern. Die Bauordnung, ursprünglich als Instrument der Gefahrenabwehr geschaffen, werde dadurch – so Angela Freimuth – nicht selten zu einem Verhinderungsinstrument.
Nach diesem erkenntnisreichen Tag haben sich die Liberalen Senioren NRW entschlossen, auch dieses Thema in einem Arbeitskreis zu vertiefen.
Das neue SPRACHROHR ist da!
Inhalte u.a.:
Editorial Seniorenpolitik der FDP NRW - modernes Altersbild als Chance; der neue Vorstand stellt sich vor; KI und Robotik im Alltag; Themenabende zur Alterssicherung; Liberaler Seniorentag in Juni im Landtag zu generationengerechtem Wohnen; Grußwort des JuLi-Vorsitzenden;
👉HIER geht es zum Download
Lokale KI - Die leise Revolution
Die Digitalisierung hat unseren Alltag verändert – vieles ist einfacher geworden, aber auch komplexer.
Viele Menschen erleben heute: Anwendungen werden unübersichtlicher, Schreiben schwer verständlich, und oft bleibt das Gefühl, nicht mehr ganz Schritt zu halten.
Genau hier setzt eine neue Entwicklung an, über die wir in unserem aktuellen Beitrag sprechen:
Lokale KI.
Der Unterschied ist entscheidend:
Nicht mehr Daten, die irgendwohin gesendet und verarbeitet werden – sondern Technik, die direkt auf dem eigenen Gerät arbeitet.
Das bedeutet: mehr Verständnis, mehr Sicherheit – und vor allem wieder mehr Kontrolle.
Was heißt das konkret im Alltag?
• Briefe von Behörden oder Pflegekassen werden verständlich erklärt
• Komplexe Informationen werden klar zusammengefasst
• Betrugsversuche können früher erkannt werden
• Unterstützung erfolgt direkt, einfach und in gewohnter Sprache
Und das Entscheidende:
Die Daten bleiben bei Ihnen. Niemand schaut mit. Niemand speichert mit.
Es geht also nicht nur um Technik.
Es geht um ein Stück Selbstbestimmung im digitalen Alltag.
👉 In unserem neuen Beitrag zeigen wir, was heute schon möglich ist – und warum diese Entwicklung leiser ist als viele erwarten, aber weitreichender:
Den vollständige Beitrag finden Sie HIER
Liberale Senioren NRW zur FDP-Zukunft: „Wir halten Kurs – auf 2027“
(Presse-Mitteilung - 24.3.26)
DÜSSELDORF / KÖLN – Angesichts der aktuellen Debatten um die FDP-Bundesführung beziehen die Liberalen Senioren (LiS) NRW klar Stellung. Eine personelle Optimierung und ganz besonders eine inhaltliche Fokussierung sind zwingend erforderlich, doch dafür muss „das Rad nicht neu erfunden“ werden. Die Freien Demokraten HABEN eine klare Haltung und Prinzipien; was sie jetzt brauchen, ist auch ein STANDPUNKT.
Die Liberalen Senioren sind Teil der Mehrheitsgeneration – und tragen damit eine besondere Verantwortung. Was unsere jungen Parteifreunde, die Jungen Liberalen, tun, unterstützen wir mit Wohlwollen. Wahlen werden jedoch in der gesamten Breite der Gesellschaft entschieden.
Wir Älteren haben die Bedeutung liberaler Grundsätze zutiefst verinnerlicht; wir haben die Renaissance der FDP nach 2013 aktiv mitbegleitet.
Wir wissen aus Erfahrung, dass verloren gegangenes Vertrauen nur durch – mitunter auch harte – Wahrheiten, durch durchdachte Ansätze, die sich an den realen Problemen von morgen orientieren, durch unzählige direkte Begegnungen und intensive Gespräche sowie vor allem durch ein klares Profil zurückgewonnen werden kann.
Die Zielmarke NRW-Landtagswahl 2027 ist dabei DIE entscheidende. Für die Liberalen Senioren NRW ist die aktuelle Krise daher ein ultimativer Weckruf – verbunden mit dem klaren Ziel: Der Verbleib der liberalen Partei im Landtag.
Wir wollen unsere Wählerinnen und Wähler davon überzeugen, warum dieses Land gerade jetzt und in den kommenden Jahren eine buchstäblich entfesselte Wirtschaft mit einem handlungsfähigen Mittelstand und unternehmens-lustigen Menschen braucht. Dass wir es nicht zulassen dürfen, dass „Freiheit scheibchenweise stirbt“. Und dass wir Liberale diejenigen sind, für die das sogenannte „Aufstiegsversprechen“ eine zentrale Voraussetzung für eine starke und stabile Gesellschaft ist.
Mit „unseren Wählern“ meinen wir dabei ausdrücklich nicht nur diejenigen, die sich von uns abgewandt haben – sondern auch jene, die tagtäglich neu erleben müssen, wie die vollmundigen Versprechen unserer politischen Konkurrenz wie Seifenblasen platzen.
Mit Blick auf das Frühjahr 2027 arbeiten wir bereits mit Hochdruck an lebensnahen Ansätzen, die zeigen, dass die FDP für die brennenden Fragen des Alltags endlich belastbare und substanzielle Antworten bietet – insbesondere für solche, die in der Alterung unserer Gesellschaft ihren Ursprung haben:
Sei es bei einer Alterssicherung, die nicht auf politischen Versprechen aufgebaut ist, sondern die die Leistungsfähigkeit und zugleich die Sicherheitserwartungen aller Generationen weitblickend und innovativ ausbalanciert und die drastischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt realistisch einbezieht; sei es bei bedarfsgerechtem Wohnen für alle Generationen oder beim lebenserleichternden Einsatz von KI auch in Verwaltung und Alltag.
Mit Kampfgeist und Klarheit verstehen sich die Liberalen Senioren als Bindeglied zwischen Erfahrung und Aufbruch. Wir sind es gewohnt zu kämpfen – und wir sind aus den genannten Gründen entschlossen, dies auch für den Erfolg der FDP - zunächst in Nordrhein-Westfalen - zu tun. Wir sind überzeugt: Dieses Land braucht eine FDP – unsere FDP.
Die Vorsitzenden der Liberalen Senioren NRW
Anita Rick-Blunck & Martin Benning
Die industrielle Lüge: Wie Deepfakes und geklonte Medien unsere Wahrnehmung herausfordern
Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt rasant. In den bisherigen Beiträgen haben wir vor allem die Chancen beleuchtet: mehr Selbstständigkeit im Alter, bessere Mobilität, intelligente Assistenzsysteme und neue kreative Möglichkeiten. Doch dieselbe Technologie kann auch täuschen.
Deepfakes, geklonte Stimmen und täuschend echte Nachrichtenportale ermöglichen eine neue Dimension der Desinformation. Nicht einzelne Fälschungen stehen im Mittelpunkt, sondern die industrielle Produktion von Glaubwürdigkeit. Bilder, Videos und Stimmen sind inzwischen so realistisch, dass selbst aufmerksame Menschen an Grenzen stoßen.
Gerade die Generation 60+ ist besonders gefordert. Wir sind mit einem Mediensystem aufgewachsen, das auf redaktioneller Verantwortung und institutionellem Vertrauen beruhte. Dieses Vertrauen war berechtigt – wird in einer digital simulierbaren Realität jedoch zur Angriffsfläche.
Die Gefahr liegt weniger in fehlender Technikkenntnis als in menschlichen Mechanismen: Wiederholung schafft Vertrautheit, Emotionen überlagern Vernunft, Bestätigungen des eigenen Weltbilds fühlen sich intuitiv richtig an. KI-gestützte Desinformation nutzt genau diese Muster.
Die Antwort darf weder Angst noch Bevormundung sein. Ein liberaler Rechtsstaat schützt Wahrheit nicht durch Zensur, sondern durch Befähigung. Digitale Souveränität heißt heute: Quellen prüfen, Emotionen reflektieren, technische Hilfsmittel nutzen und Bildungsangebote wahrnehmen.
Zum Autor: Unser Vorstandsmitglied Michael Kühle ist Diplominformatiker und langjähriger, weltweit agierender Unternehmensberater im Bereich IT Sicherheit und Projektmanagement, u.a. für Bundesbehörden, EU Kommission, Banken und Logistikunternehmen sowie in der Telekommunikation.
Weitere Beiträge zu dem Thema KI und Robotik im Alltag auf unserer Blog-Seite
Foto: KI-generiert!
Die Liberalen Senioren – Verantwortung leben. Zukunft gestalten.
Als neuer Vorstand haben wir im Rahmen eines Workshops unser Selbstverständnis geschärft:
Wir verstehen uns nicht als klassische Interessenvertretung, sondern als liberale Zukunftsakteure 55+, die Erfahrung, Freiheit und Verantwortung zusammen denken.
Alter ist für uns kein Defizit – sondern eine Qualifikation.
Wir organisieren keinen Rückzug, sondern gestalten Zukunft aktiv mit.Unser Anspruch: Klare Haltung. Eigenverantwortung vor Kontrolle. Lebensnahe Politik statt abstrakter Programme.
Wir bringen uns konstruktiv ein – in Rentenpolitik, Bildung, Pflege, Europa und überall dort, wo Selbstbestimmung und Freiheit verteidigt werden müssen.
Lebenserfahrung gehört nicht ins Abseits, sondern ins Zentrum politischer Gestaltung.
Das ausführlich formulierte Selbstverständnis finden Sie nachfolgend zum Download.
Auf ein gutes, gesundes neues Jahr der Zuversicht 2026
Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Liberalen Senioren NRW,
wir erleben eine Zeit tiefgreifender Veränderungen. Deutschland und Europa stehen vor großen Herausforderungen: Eine alternde Gesellschaft, der Umbau unserer sozialen Sicherungssysteme, geopolitische Unsicherheiten, Migration, Klimawandel – und nicht zuletzt der rasante technologische Fortschritt durch Digitalisierung, KI und Robotik. Und – auch als Konsequenz - eine erodierende wirtschaftliche Basis: Das lange erfolgreiche Business-Modell einer der Top-Wirtschaftsnationen der Welt kommt buchstäblich „unter die Räder“. Vieles davon verunsichert uns, manches wirkt überfordernd.
Gerade hier sehen wir unsere Aufgabe als Liberale Senioren. Unsere Generation hat Umbrüche erlebt, Krisen gemeistert und gelernt, dass Fortschritt nicht Angst machen muss. Erfahrung, Vernunft und Freiheit sind keine Gegensätze – sie sind vielmehr die Grundlage, um Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten.
„Die Debatte ist das Salz in der Suppe der Demokratie“, sagte Guido Westerwelle. - Mit Blick auf 2026 wollen wir Debatten anstoßen statt Schlagworte zu bedienen. Wir wollen realistische, liberale Antworten geben: Für ein konstruktives Miteinander der Generationen, angefangen bei einer allseits fairen Renten-Reform - und bei einer Arbeitswelt, in der Engagement und Leistungsfähigkeit neu definiert werden. Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, für einen starken Sozialstaat ohne Überforderung, für ein Europa, das Freiheit schützt und Chancen eröffnet. Technik verstehen wir dabei nicht als Bedrohung, sondern als Werkzeug, um Lebensqualität, Teilhabe und Selbstständigkeit und nicht zuletzt Wirtschaftskraft zu sichern.
Optimismus ist für uns keine Naivität, sondern eine Haltung. Wir sind überzeugt: Wenn wir unsere Erfahrung engagiert einbringen, offen bleiben für Neues und den ernsthaften, wertschätzenden Dialog suchen, können wir die kommenden Herausforderungen meistern – in NRW, in Deutschland und in Europa.
Frohe Festtage, Zeit zum Innehalten, Nachdenken und Kraft-Tanken - und alles Gute, Gesundheit und Zuversicht für 2026
Ihr Vorstand der Liberalen Senioren NRW
KI und Robotik - was bedeutet das in unserem Alltag
Viele sprechen darüber, viele haben Fragen – und wir als Liberale Senioren NRW wollen genau diese Fragen aufgreifen. Denn KI und Robotik sind längst keine Zukunftsvision mehr: Sie begegnen uns im Haushalt, in der Medizin, bei der Mobilität, in der Kommunikation und im Bereich Sicherheit. Und sie werden unseren Alltag in den kommenden Jahren so stark beeinflussen wie früher Internet und Smartphone.
Für uns als Generation 50+ heißt das unter anderem:
Wie unterstützen uns KI und Robotik schon heute?
Welche Chancen bringt die Technik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter?
Welche Sorgen hören wir – und wie können wir sie einordnen?
Und was bedeutet das langfristig für Pflege, Mobilität und Versorgung?
Wir starten mit diesem Beitrag eine Reihe, in der wir diese Fragen verständlich, praxisnah und mit Blick auf unsere Lebensrealität beleuchten.
Damit man diese Fragen besser einordnen kann, lohnt sich ein Blick darauf, was KI und Robotik eigentlich sind – und warum sie gerade für uns, die Generation 50+, so relevant werden.
Wir freuen uns auf eure Eindrücke, Fragen und Erfahrungen.
Lasst uns gemeinsam herausfinden, welche Chancen diese Technologien für unser Alter bieten!
Der Vize-Präsident des NRW-Landtages Christof Rasche hatte eingangs ein zupackendes Grußwort gesprochen, in dem er die Gruppe der Liberalen Senioren in ihrer tragenden Bedeutung für die liberale Partei herausstellte.Der vollständige Artikel steht nachfolgend zum Download bereit.Zum Autor: Unser Vorstandsmitglied Michael Kühle ist Diplominformatiker und langjähriger, weltweit agierender Unternehmensberater im Bereich IT Sicherheit und Projektmanagement, u.a. für Bundesbehörden, EU Kommission, Banken und Logistikunternehmen sowie in der Telekommunikation.Foto: KI-generiert!
Neuer Landesvorstand der Liberalen Senioren NRW gewählt
Bei unserer diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung der Liberalen Senioren NRW am 22.11.2025 wurde ein neuer Landesvorstand gewählt.
Erstmals wird der Landesverband durch eine Doppelspitze vertreten: Anita Rick-Blunck und Martin Benning.
Die weiteren Positionen: Rosemarie Benn und Manfred Todtenhausen sind weiterhin stellvertretende Vorsitzende, ebenso bleibt Marlis Pöttgen die Schriftführerin. Neue Schatzmeisterin ist Monika Degen. Die sechs Beisitzer sind nun Heike Jankowski, Heidrun Leermann, Michael Kühle, Karl-Heinz Lattemann, Eberhardt Seiffe und Norbert Zeitz. Christa Quellmann wurde dem Vorstand kooptiert, ebenso der bisherige Landesvorsitzende Elmar Conrads-Hassel als neuer Bundesvorsitzender. (Die Besetzung des Landesvorstands HIER im Überblick.)
Der neue Vorstand bedankte sich nicht nur bei Elmar Conrads-Hassel für seine langjährige engagierte Führung des Landesverbandes, sondern auch bei der scheidenden Schatzmeisterin Eva Fielitz sowie bei der bisherigen Pressesprecherin Beate Kopp und bei allen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz.Insbesondere die enge Verbindung des Landesverbandes zur jungen Generation, die Elmar Conrads-Hassel aufgebaut hatte, wollen wir weiterführen. Ein positives Signal in diese Richtung war die Anwesenheit zweier Vorstandsmitglieder der Jungen Liberalen und das ermutigende Grußwort von Nils Dormann.Der Vize-Präsident des NRW-Landtages Christof Rasche hatte eingangs ein zupackendes Grußwort gesprochen, in dem er die Gruppe der Liberalen Senioren in ihrer tragenden Bedeutung für die liberale Partei herausstellte.
Einladung zur Ordentlichen Mitgliederversammlung 2025 - Neuwahlen Landesvorstand
Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Liberalen Senioren NRW mit der Neuwahl des Landesvorstands findet am
Samstag, 22. November 2025, 10.15 Uhr, im
Neanderthal Museum
Auditorium, Talstr. 300, 40822 Mettmann statt.
Unten im Download finden Sie die vollständige Einladung samt Tagesordnung sowie den für die Neuwahlen relevanten Auszug aus der aktuellen Satzung.
Unser Landesvorsitzender Elmar Conrads-Hassel zum neuen Vorsitzenden des Bundesvorstands gewählt
Bei der Bundesdelegiertenversammlung in München am 14. Oktober 2025 wurde Elmar Conrads-Hassel mit großer Mehrheit zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Er folgt damit Detlef Parr (ebenfalls aus NRW) nach, der nach 16 Amtsjahren mit großem Applaus verabschiedet wurde. Conrads-Hassel skizzierte in seiner Antrittsrede die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit (insbesondere Mitgliedergewinnung und Modernisierung der Kommunikation nach innen und außen sowie den Aufbau internationaler Kontakte zu liberalen Senioren-Organisationen).
Den ausführlichen Bericht und einige Impressionen finden Sie nachfolgend.
Einladung zur Bundesdelegierten- und Mitgliederversammlung 2025 - Neuwahlen Bundesvorstand
Die diesjährige ordentliche Bundesdelegierten- und Mitgliederversammlung der Liberalen Senioren mit der Neuwahl des Bundesvorstands findet am
Freitag, 10. Oktober 2025, 10.00 Uhr, in der
IHK Akademie München,
Orleansstr. 10-12, 81669 München
statt.
Unten im Download finden Sie die vollständige Einladung samt Tagesordnung.
3. Liberaler Seniorentag im Düsseldorfer Landtag - Fokusthema: Einsamkeit
Auf Einladung der FDP-Landesfraktion und der Initiative der Liberalen Senioren NRW kamen am 14. März 2025 rund 140 interessierte Gäste in den Landtag NRW nach Düsseldorf, um im großen Plenarsaal das Thema "Einsamkeit im Alter" mit Experten zu diskutieren.
Insbesondere der lebhafte Vortrag der Vorsitzenden und Gründerin von "Silbernetz e.V." Elke Schilling beeindruckte die Zuhörer. Auf ehrenamtlicher Basis stellen bundesweit geschulte Ansprechpartner rund um die Uhr ein niedrigschwelliges telefonisches Angebot zum aktiven Zuhören für einsame Menschen zur Verfügung.
Dass Einsamkeit ein relevantes Alters-Thema sein kann, betonte auch Dr. Janosch Schobin vom Kompetenznetzwerk Einsamkeit. Er beleuchtete die Ursachen und zeigte Wege aus der Einsamkeit auf. Der Vorsitzende der Jungen Liberalen NRW Alexander Steffen warnte, dass auch das unter jungen Menschen verbreitete Mobbing eine Quelle für Einsamkeit sein kann, die man beachten müsse. Er und unser Bundes-Vorsitzender der Liberalen Senioren Detlef Paar betonten die wichtige Rolle von Vereinssport als "Gegenmittel" in jedem Alter.
Fotos: FDP Fraktion NRW
Einladung zur Ordentlichen Mitgliederversammlung 2024
Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Liberalen Senioren NRW findet am
Samstag, 23. November 2024, 11.00 Uhr, im
Deutschen Klingenmuseum Solingen, Stiftersaal
Klosterhof 4, 42653 Solingen
statt.
Unten im Download finden Sie die vollständige Einladung samt Tagesordnung.
Erfolgreicher 2. Liberaler Seniorentag im Düsseldorfer Landtag
Auf Einladung der FDP-Landesfraktion und der Initiative der Liberalen Senioren NRW kamen am 15. März 2024 über 150 Personen Ü60 in den Landtag NRW nach Düsseldorf, um sich im großen Plenarsaal über gesellschaftliche Rahmenbedingungen liberaler Politik zu informieren.
In einem fachkundigen Vortrag von Professor Karl-Heinz Paqué, Finanzminister a.D. in Sachsen-Anhalt und heutiger Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung, mit dem Titel „Ist der Wohlstand in NRW gefährdet?“ informierte dieser über die wirtschaftliche Lage Deutschlands und NRW.
Nach dem Motto „Das Wichtige fragen“ wurden nach einem Imbiss und dem Austausch mit dem Fraktionsvorsitzenden Henning Höne und Marcel Hafke Themen zu „Generationengerechter Politik für Freiheit und Wohlstand“ diskutiert.
Unter der Moderation von Franziska Müller-Rech, MdL, tauschten Professor Paqué, Anita Rick-Blunk, Vorstandsmitglied der Liberalen Senioren, JuLi-Vorsitzender Alexander Steffen und Susanne Schneider, MdL, Sprecherin Arbeit, Gesundheit und Soziales ihre generationenbezogenen Argumente dazu aus. Auch zahlreiche Fragen vom Publikum zu Altersdiskriminierung, Bürokratieabbau, Bürgergeld, Bezahlbarer Wohnraum und Verhinderung der AfD wurden von den Diskussionsteilnehmern beantwortet.
Fotos: FDP Fraktion NRW
Hohe Zustimmung für Kandidaten des Landesvorstandes der Liberalen Senioren NRW
In Anwesenheit von Promis der Freien Demokraten im Bund und im Land NRW fanden sich zahlreiche Mitglieder zur jährlichen Mitgliederversammlung im Jahrhunderthaus in Bochum am 4. November 2023 ein. Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Wahl des Landesvorstandes NRW.
Einstimmig wiedergewählt wurden Elmar Conrads-Hassel als Vorsitzender des Landesverbandes Liberale Senioren NRW sowie sein Stellvertreter Manfred Todtenhausen, MdB. Als zweite Stellvertreterin wurde Rosemarie Benn wegen Krankheit in Abwesenheit gewählt. Eva Fielitz als Schatzmeisterin wurde ebenso einstimmig wiedergewählt. Neu im engeren Vorstand ist Marlis Pöttgen als Schriftführerin.
Satzungsgemäß wurden sechs Beisitzer in den Landesvorstand NRW gewählt: Martin Benning, Bochum, Claudia Jacobi, Nettetal, Beate Kopp, Kaarst, Christa Quellmann, Jüchen, Anita Rick-Blunck, Bergisch-Gladbach, Heinrich Schulte-Zurhausen, Gladbeck.
Monika Degen, Dormagen, ist kooptiertes Mitglied des Landesvorstandes.
Erster Liberaler Seniorentag: ein voller Erfolg!
Am vergangenen Freitag, 24. März 2023 fand der 1. Liberale Seniorentag NRW im Landtag in Düsseldorf statt. Mehr als 150 Gästen folgten der Begrüßung der Gäste durch den FDP-Fraktions- und Landesvorsitzenden Henning Höne, MdL.
Dabei betonte dieser, dass dem 1. Liberalen Seniorentag regelmäßig weitere in den kommenden Jahren folgen sollten.
Nach zwei Grußworten von Susanne Schneider, MdL und Detlef Parr, dem LiS-Bundesvorsitzenden, führte unser LiS-Landesvorsitzender Elmar Conrads-Hassel die Anwesenden in die zwei Vorträge ein, denen jeweils eine angeregte Diskussionsrunde folgte.
Mit seinem Vortrag "Brauchen wir einen neuen Generationendialog? Gedanken zum Altersbild in unserer Gesellschaft" erläuterte Loring Sittler, der ehemalige Leiter des Zukunftsfonds Generali Deutschland Holding AG und Herausgeber verschiedener Studien zum Thema "Alter", seine Einschätzung der aktuelle Lage und der Möglichkeiten für einen besseren Generationendialog.
Nach etlichen Fragen und Anmerkungen aus dem Teilnehmerkreis beleuchtete Yvonne Gebauer, MdL, aktuell Sprecherin für Kultur der FDP-Landtagsfraktion und vormals Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen, unter dem Thema "Kultur in NRW für jedes Alter - zwischen Klassik und Klamauk" die Herausforderungen, die sich aus einer verändernden Kulturlandschaft und den verschiedenen Ansprüche an die Kultur innerhalb der verschiedenen Altersgruppen ergeben.
Nach dem positiven Resümee durch die stellv. FDP-Landesvorsitzende Nicole Westig, MdB, beendete unser LiS NRW-Landesvorsitzender Elmar Conrads-Hassel den 1. Liberalen Seniorentag mit dem Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Kommen und lud zum Gedankenaustausch und geselligem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen in die Vorhalle des Sitzungsraums ein. Abschließend wies er hin auf die nächste größere landesweite Veranstaltung der ELiS (Erfahrene Liberale = Liberale Senioren NRW), die am 3./4. Juni in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach stattfinden wird. Eine gesonderte Einladung werde noch an die Mitglieder und Interessierten der ELiS verschickt werden.
Bundesregierung muss ihre Aufgaben erfüllen und Schutzkleidung auch für Alten- und Pflegeheime bereitstellen
Die Liberalen Senioren NRW fordern weiter, dass sowohl die Krankenhäuser als auch die Alten- und Pflegeheime gleichermaßen mit hochwertiger Schutzkleidung und FFP-3 Schutzmasken, die eine Wirksamkeit von 99 Prozent haben, beliefert werden. Denn pflegebedürftige Menschen in Alten- und Pflegeheimen und ihre Betreuer haben den gleichen Schutz verdient, wie Patienten, Krankenschwestern und Ärzte in den Krankenhäusern.
Kurz nach der Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen im Jahre 2018 trat der neu gewählte Vorsitzende aus Krankheitsgründen von seinem Amt zurück. Bis zur diesjährigen Mitgliederversammlung im MEDIO Rhein-Erft in Bergheim am vergangenen Wochenende leiteten die beiden Stellvertreter die Liberalen Senioren NRW.
Als neuer Landesvorsitzender wurde Elmar Conrads-Hassel (Bonn) einstimmig gewählt. Als 2. stellvertretende Vorsitzende wurde Eva Fielitz (Bergheim) einstimmig in dieses Amt gewählt und Claudia Jacobi (Nettetal) rückte als Beisitzerin nach. Weiter im Vorstand sind als stellvertretender Vorsitzender Manfred Todtenhausen, MdB (Wuppertal), Schatzmeister Heinz K. Hadamik (Neunkirchen-Seelscheid), Schriftführerin Rosemarie Benn ( Neunkirchen-Seelscheid) und die Beisitzer Max Marnet, Michael Fielenbach, Doris Schneider, Rosemarie Schwertel und Christa Quellmann. Somit ist der Landesvorstand wieder komplett.
Mit ihrem Vortrag über das Thema "Wie wollen wir im Alter leben?" gab die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied der Liberalen Senioren, Nicole Westing, MdB, wichtige Anregungen und Tipps für die Arbeit der Liberalen Senioren. Der Bundesvorsitzende Detlef Parr berichtete über die Aktivitäten der Liberalen Senioren auf Bundesebene und die Rolle der Senioren für das Europaparlament.
Nicole Westig, MdB und pflegepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, sprach bei der Mitgliederversammlung der Liberalen Senioren NRW in Bergheim über die Frage: „Wie wollen wir im Alter leben?“ Ein Thema, das nicht nur der älteren Generation am Herzen liegt. Die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in der häuslichen Umgebung zu bleiben und vor allem, selbstbestimmt ihre individuelle Wahl treffen zu können.
Flexible Rente
Wer heute von Lebensabend spricht, meint damit eine Zeitspanne von 20 bis 40 Jahren, die noch viel an Leben und Erleben bietet. Wir werden heute älter, aber wir bleiben auch länger gesund. Auch vor diesem Hintergrund fordert die FDP schon lange den flexiblen Renteneintritt. Nach dem Vorbild Schwedens soll jeder Mensch seinen individuellen Rentenbeginn selbst bestimmen können, die bestehenden Hinzuverdienstgrenzen sollen wegfallen und die Möglichkeit einer vorgezogenen Teilrente gegeben sein.
Verantwortungsgemeinschaft
Aktuell würden mehr als 70 Prozent der Pflegebedürftigen – rund 2,5 Millionen Menschen - zuhause gepflegt, so Westig. Doch die pflegenden Angehörigen, die den größten Pflegedienst der Republik darstellten, bräuchten mehr Unterstützung, denn viele seien physisch und psychisch stark belastet. Und in einer Zeit, in der traditionelle Familienstrukturen gerade im Alter nicht mehr trügen, wachse der Bedarf an neuen Formen gegenseitiger Absicherung. Die FDP arbeitet daran, ein Modell der Verantwortungsgemeinschaft zu entwickeln, damit Menschen ihr Leben auch außerhalb einer Liebesbeziehung oder Ehe gemeinsam und selbstbestimmt organisieren können. Wichtig ist hierbei ein verbindliches Regelwerk, das die Übernahme von Rechten und Pflichten für alle Beteiligten strukturiert. Denkbar sind auch steuerliche Anreize durch Freibeträge bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Wenn Menschen sich dauerhaft zu gegenseitiger Fürsorge verpflichteten, sollte die Gesellschaft das auch honorieren und die Politik den Rahmen dafür setzen.
Smart Home und Alexa
Die FDP-Politikerin verwies auf die Chancen der Digitalisierung: Die unter dem Stichwort Smart Home zusammengefassten digitalen Techniken wie der über Sensoren vernetzte, erweiterte Hausnotruf oder die Sturzmatte vor dem Bett könnten auch bei körperlicher oder mentaler Einschränkung die Selbstständigkeit noch lange erhalten und einen längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden gewährleisten. Allerdings seien diese bislang im Leistungskatalog der Pflegeversicherung nicht abgebildet, so dass Reformbedarf herrsche. Unabdingbar ist für Westig in diesem Zusammenhang eine breite gesellschaftliche Debatte über Fragen des Datenschutzes und ethische Konsequenzen der Digitalisierung. Denn, so die Freie Demokratin wörtlich: „Wer mithilfe von Alexa trotz Pflegebedarf länger in der Häuslichkeit bleiben kann, der gibt allzu bereitwillig seine informationelle Selbstbestimmung auf und persönliche Daten preis. Wollen wir das?“
Leben im Quartier
Dreh- und Angelpunkt für unser Leben im Alter wird das Quartier, unser direktes Wohnumfeld, sein. Um so lange wie möglich aktiv und eigenständig zu bleiben, brauchen wir eine tragfähige, soziale Infrastruktur, ein Netz mit stabilen Kontakten bis hin zu einem dichten Versorgungsangebot, das im Krankheits- oder Notfall effektiv eingreifen kann. Auf dem diesjährigen Deutschen Pflegetag in Berlin wurde das schwäbische Projekt „Unser Netz e.V.“ mit dem Pflegepreis 2019 ausgezeichnet. Zwei Kommunen haben in vorbildlicher Weise ein funktionierendes, enges Netz aufgebaut, gemeinsam mit örtlichen Behörden und Vereinen und zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Ein Netz mit attraktiven Angeboten quer durch die Generationen bis hin zur Betreuung im Pflegefall. Von solchen Initiativen brauchen wir mehr in unserem Land!
Westig sprach sich mit Nachdruck dafür aus, die Quartiersentwicklung in die Kommunalwahlprogramme aufzunehmen. Es gelte, das Leben vor Ort so zu gestalten, dass man auch im Alter so individuell wie möglich wohnen kann und dass ein gutes Miteinander zwischen den verschiedenen Generationen gelebt werden kann.
„Wenn wir darauf gute Antworten geben können, dann wird die FDP bei den Kommunalwahlen punkten können“, meinte sie abschließend.
von rechts nach links:
Doris Schneider, Rosemarie Schwertel, Michael Fielenbach, Christa Quellmann,
Peter Schröder, Elmar Conrads-Hassel, Rosemarie Benn, Eva Fieliz, Max Marnet, Heinz Hadamik.
Neben vielen administrativen Angelegenheiten, wurde über die Mitgliederversammlung und deren Ergebnisse, die Erweiterung der Regionalverbände, die Vorbereitung des nächsten "Das Sprachrohr", über bestehende und zukünftige Anträge, Aktivitäten während des Bundestagswahlkampfes und der Umgang mit Social Media gesprochen. Es hat Spaß gemacht.
Wolfgang Neffke wurde zum neuen Vorsitzenden der Liberalen Senioren (LiS) in der Stadt Neuss ernannt. Als Mitglied der Neusser FDP-Fraktion wird Wolfgang Neffke, sich ab sofort verstärkt um die Belange der Neusser Liberalen Senioren kümmern und sich für den weiteren Aufbau einer aktiven Gruppe engagieren. Er tritt damit das Erbe an von Rainer J. Reimann, der leider völlig unerwartet in 2016 verstorben ist.
Wolfgang Neffke wird beim Neustart dieser LiS-Gruppe von Bernd Kahlbau aus Neuss und Beate Kopp als Regionalbeauftragte für den Rhein-Kreis Neuss unterstützt.
In einem ersten Treffen wurde klar, dass sich weitere Interessenten auf einen Austausch mit liberal-denkenden Menschen in lockerer Umgebung freuen und traten spontan der Gruppe bei. Weitere Mitgliedschaften werden gerne entgegengenommen. Interessenten können sich bei Wolfgang Neffke direkt melden.
Mehr Infos erfahren Interessenten unter 0173 2092814 oder per Email [email protected] oder [email protected]
Siehe auch unter "Regionen"!
Die diesjährige Mitgliederversammlung war ein großer Erfolg.
Landesvorstand der Liberalen Senioren am 13.2.2017
Der Landesvorstand der Liberalen Senioren NRW spricht sich gegen jegliche Form der Altersdiskriminierung aus. Eine Diskriminierung ist die Forderung durch die Unfallforschung der Versicherer (UDV), ältere Autofahrer gesetzlich zu verpflichten, Fahrtests mit geschulten Beobachtern durchzuführen.
Die Liberalen Senioren NRW sprechen sich vielmehr für selbstverpflichtende, regelmäßige Gesundheitschecks (Sehen – Hören – Reaktion) für alle Autofahrer aus.
Gleichzeitig fordern wir die Stadtplaner und Verkehrsexperten der Kommunen auf, sich mehr an den Bedürfnissen von Senioren und Seniorinnen zu orientieren.
Begründung
Mobilität ist eine tragende Säule der Selbstbestimmung im Alter. Besonders im ländlichen Raum sind Senioren und Seniorinnen auf das Auto angewiesen, da es hier oft kein zufriedenstellendes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs gibt.
Eine Bevölkerungsgruppe unter Verdacht der Fahruntüchtigkeit zu stellen ist diskriminierend. Das lehnen wir ab.
Selbstverpflichtende, regelmäßige Gesundheitschecks, die speziell die Seh-, Hör- und Reaktionsfähigkeit überprüfen, sind für alle Autofahrer sinnvoll und sollten sich nicht auf eine Altersgruppe beziehen. Da auch jüngere Menschen durch gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Abhängigkeiten von Drogen Einschränkungen erfahren können. Motivierend für derartige freiwillige Gesundheitschecks könnte sein, wenn die Versicherer für Autofahrer, die diese Checks regelmäßig, freiwillig und nachweislich durchführen lassen, günstigere Tarife anbieten würden. Das fördert die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortung.
Auch die Kommunen sind aufgrund des demografischen Wandels gefordert, sich verkehrstechnisch für Senioren und Seniorinnen fit machen und z.B. auf Barrierefreiheit zu achten, die Straßen besser zu beleuchten oder Fuß- und Radwege geschützter anzulegen sowie Kreuzungen gefahrloser zu bauen – eine derartige Planung kommt allen Bürgern zu Gute.
Der Landesvorstand der Liberalen Senioren NRW hat am 26.09.2016 beschlossen:
Die Liberalen Senioren NRW fordern die Ablösung des bisherigen Systems der Alterssicherung durch ein neues, der gesellschaftlichen Realität angepassten und dem Einfluss von Politikern entzogenes Modell Alterssicherung 2.0. Dazu ist es nach Auffassung der Liberalen Senioren NRW notwendig, ohne Tabus mit den Fehlinformationen und Versprechen der Vergangenheit aufzuräumen. Die Behauptung, dass die Rente der Sicherung des Lebensstandards im Alter dienen soll, muss als Märchen entlarvt werden. Die eigene Vorsorge muss für die Alterssicherung verbindlich und die Verantwortung dafür muss auf den Einzelnen übertragen werden. Dazu benötigt jeder aber verlässliche Informationen, die seine Entscheidungen unterstützen.
Überlegungen dieser Art müssen auch auf das System der Pensionen für Beamte ausgeweitet werden. Die sich hier öffnende Schere zwischen Rentnern und Pensionären spaltet die Gesellschaft und führt zu einer Entfremdung.
Begründung:
Nach Auffassung der Liberalen Senioren hat sich die Gesellschaft in Deutschland so massiv verändert, dass die alten Systeme der sozialen Sicherung nicht mehr wirkungsvoll sind und eine Krise nach der anderen durchlaufen. Als das Bismarck’sche Rentensystem eingeführt wurde, lag das Renteneintrittsalter bei 70 Jahren und die mittlere Lebenserwartung eines Mannes lag bei 57 Jahren. Damit war klar, dass die Wenigsten jemals in den Genuss einer Rente kommen konnten.
Als Adenauer das System in einen Generationenvertrag verwandelte, rieten ihm viele Fachleute, den Empfängerkreis der Rente nicht nur auf die ältere Generation zu beschränken, sondern alle nicht Erwerbstätigen, wie Kinder und Jugendliche auf der einen Seite und Ältere auf der anderen zu Empfängern zu machen, was ihm aber zum Gewinnen der Wahl 1957 nicht ausreichend wirkungsvoll erschien. Das hätte aber im Zustand der augenblicklichen demografischen Entwicklung die Rentenversicherung vor einer weiteren Krise bewahrt. Seit Beginn der Rentenversicherung dienten Versprechen und Zusagen immer wieder Politikern im Wahlkampf, was wesentlich zur Zerstörung des Systems führte.
Die demografische Entwicklung, der Trend zu Kleinfamilien und Single-Haushalten, Sprünge und Verwerfungen in den Erwerbsbiografien und politisch motivierte Entnahmen aus der Rentenkasse für versicherungsfremde Leistungen haben das System der Rentenversicherung in der Sprache der Indianer zu einem „toten Pferd“ gemacht, von dem man so schnell wie möglich absteigen sollte. Wahllose Reparaturen an Stellschrauben des Systems sind nicht geeignet, das System wieder in einen stabilen Zustand zu bringen.
Transparenz mit Vorsorgekonten, die auch typisierte sonstige Einkünfte enthalten (z.B. Vermietungs- und Zinserträge), Konten mit Bewertungen für Erwerbs-, Familien- und ehrenamtliche Arbeit und ständiger Zugriff auf die Daten müssten in einer digitalisierten Welt machbar sein, die Verlässlichkeit steigern und würden die Verantwortung des Einzelnen für seine Alterssicherung erhöhen.
Die beginnende Diskussion in der Großen Koalition über die Entwicklung der Renten und das Absinken des Rentenniveaus bedroht die Generationengerechtigkeit. Die möglichen ersten Lösungsansätze aus den Koalitionsparteien zeigen die Hilflosigkeit oder den Unwillen der Parteien, die Altersarmut nachhaltig zu verhindern und gleichzeitig die beitragszahlende Generation nicht zu überfordern, die besonders in NRW durch Beiträge für Kitas und Ganztagsschulen übermäßig belastet sind.
Die Liberalen Senioren NRW fordern daher:
1. Die Rentenkassen von allen nicht beitragsbezogenen Maßnahmen (Veränderungen beim Renteneintrittsalter, Müttergeld usw.) der letzten Jahre zu befreien und entsprechend durch Steuermittel
zu finanzieren.
2. Denjenigen ins Rentenalter eingetretenen Personen, die ihre Alterssicherung über Kapitalrücklagen bilden wollten, wegen der Nullzinspolitik, die dem Staat immense Einsparungen bei den
Zinsen erbracht hat und erbringt, einen Zinsausgleich zu verschaffen.
3. Instrumente zu entwickeln, die die Schere zwischen Pensionen und Renten nicht weiter öffnet.